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Wozu dient ein solches Atommodell eigentlich?
Wie wir bereits auf der letzten Seite gesehen haben, kann man mit Hilfe von solchen Modellen Phänomene der Wirklichkeit treffend nicht nur beschreiben oder sogar richtig erklären, sondern man kann auch überprüfbare Vorhersagen machen.
Das wollen wir jetzt mal üben!
Übung 1:
Erklärung von Phänomenen.
Warum bleibt die Gesamtmasse bei chemischen Reaktionen erhalten?
Erklärung:
Aussage 2 - Atome sind unzerstörbar
Folgerung: Die Atome der Ausgangsstoffe können bei der Reaktion nicht verschwinden. Auch können keine neuen Atome aus dem Nichts entstehen. Die Zahl der Atome bleibt also konstant.
Aussage 4 - Jede Atomsorte hat eine bestimmte Masse.
Folgerung: Wenn die Zahl der Atome konstant bleibt, und wenn jedes Atom eine bestimmte Masse hat, und wenn kein Atom leichter oder schwerer werden kann, dann bleibt auch die Gesamtmasse aller Atome während der Reaktion erhalten.
Warum verbindet sich 1 g Kupfer immer mit einer bestimmten Masse Schwefel?
Erklärung:
Aussage 6 - Atome versch. Elemente verbinden sich in best. Zahlenverhältnissen miteinander.
Folgerung: Ein Kupferatom verbindet sich z.B. immer mit einem Schwefelatom.
Aussage 4 - Jede Atomsorte hat eine bestimmte Masse
Folgerung: Angenommen, 1 Cu-Atom hat eine Masse von x und 1 S-Atom eine Masse von y, dann verbinden sich immer x Masseneinheiten Kupfer mit y Masseneinheiten Schwefel.
Übung 2:
Überprüfbare Vorhersagen
Wenn ein Kupferatom 64 Masseneinheiten und ein Schwefelatom 32 Masseneinheiten hat, und wenn sich stets 1 Kupferatom mit 1 Schwefelatom verbindet, wieviel kg Kupfersulfid entsteht dann aus 1 kg Kupfer?
64 Masseneinheiten Cu verbinden sich mit 32 Masseneinheiten S zu 96 Masseneinheiten CuS. Das entspricht einer Massenzunahme von genau 50% (Anm.: ich habe die Zahlen so gewählt, dass man leicht rechnen kann).
Aus 1 kg Kupfer sollten dann 1,5 kg Kupfersulfid entstehen.
Diese Vorhersage kann nun überprüft werden.
Wenn sich ein Sauerstoffatom sowohl mit einem Kupferatom zu CuO wie auch mit zwei Kupferatomen zu Cu2O verbinden kann, dann sollten auch zwei verschiedene Arten von Kupferoxid existieren.
Auch diese Vorhersage kann überprüft werden; in der Tat existieren zwei verschiedene Kupferoxidsorten, nämlich rotes Kupferoxid und schwarzes Kupferoxid.
Viele natürliche Phänomene und viele erst im Experiment zugängliche Tatsachen kann man mit Hilfe des DALTONschen Atommodells recht gut erklären. Es gibt aber auch eine Reihe von Phänomenen, die man damit überhaupt nicht erklären kann. Kommen wir also zu den Grenzen des Atommodells von DALTON.
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