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Mit recht einfachen Versuchen kann man in der Schule nachweisen, dass bei chemischen Reaktionen die Gesamtmasse der beteiligten Stoffe erhalten bleibt. Ganz besonders raffinierte Lehrer zeigen den Schülern zunächst zwei sich widersprechende Versuche:
Versuch 1:
Eine brennende Kerze wird auf eine hochempfindliche Waage gestellt - und siehe da: die Kerze wird immer leichter
Versuch 2:
Ein großer Bausch Eisenwolle wird an dir linke Seite einer Balkenwaage gehängt, und ein gleich schwerer Bausch Eisenwolle an die rechte, so dass sich die Waage im Gleichgewicht befindet.
Mit dem Bunsenbrenner wird nun der eine Bausch entzündet. Es setzt eine recht heftige Reaktion ein, und man kann sehen, dass der brennende Bausch immer schwerer wird.
Dann wird meistens ein erregtes Unterrichtsgespräch geführt, in dem die Schüler idealerweise von selbst darauf kommen, dass in dem ersten Versuch ein Stoff entweicht, nämlich Kohlendioxid, während in dem zweiten Versuch etwas aus der Luft aufgenommen wird, nämlich Sauerstoff, und dass man eigentlich die Versuche unter abgeschlossenen Bedingungen durchführen müsste.
Ganz zufällig hat dann der Lehrer schon einen entsprechenden Versuch vorbereitet, und tatsächlich - die Masse der reagierenden Stoffe bleibt erhalten.
Hier sind zwei solcher Versuche:
Versuch 3:
In ein Reagenzglas gibt man etwas Kupferblech und ein wenig Schwefel, dann zieht man einen Luftballon über die Reagenzglasöffnung. Als nächstes wird das Reagenzglas inclusive Luftballon gewogen.
Nun erhitzt man das Reagenzglas kräftig, und es kommt zur Reaktion.
Nach erfolgter Reaktion und Abkühlung des Reagenzglases - wir wollen ja unsere teuere Waage nicht verschmoren - wird erneut gewogen.
Versuch 4:
In einen Erlenmeyerkolben geben wir 100 ml 20%ige Salzsäure. Dann wird der Kolben mit einem Stopfen verschlossen und gewogen. Gleichzeitig wiegt ein anderer Schüler exakt 100g 20%ige Natronlauge ab (100 Gramm und nicht 100 ml; da 20%ige Natronlauge eine etwas höhere Dichte hat als Wasser, ist dieser Unterschied wichtig). Das Gesamtgewicht (Kolben + Salzsäure + Stopfen + 100g Natronlauge) wird notiert.
Dann nimmt man den Stopfen ab, und gibt schnell die 100g Natronlauge in den Erlenmeyerkolben. Sofort wieder den Kolben verschließen und auf die Waage stellen. Es setzt eine Reaktion ein, was man leicht an der Erwärmung des Kolbens merkt. Aber die Masse, die die Waage anzeigt, bleibt konstant.
Es gibt sicherlich noch viele andere Versuche, mit dem man den Massenerhalt zeigen kann; sie alle hier aufzuführen ist sicherlich nicht nötig.
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